Frame


Frame
Fra|me1 〈f. 19germanischer Speer [<lat. framea „Wurfspieß der Germanen“ <ahd. brame]
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Frame2 〈[frɛım] m. 6Rahmen bei Fahrzeugen der Eisenbahnen [engl., „Gefüge, Gerüst, Rahmen“]

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Frame [freɪm ], der u. das; -s, -s [engl. frame = Rahmen, Gestell, zu: to frame = verfertigen, zusammenpassen]:
1. (Sprachwiss., EDV) besondere Datenstruktur für die begriffliche Repräsentation von Objekten u. stereotypen Situationen in Modellen künstlicher Intelligenz.
2. (Päd.) (im programmierten Unterricht) einzelner Lernschritt innerhalb eines Programmes.
3. (Sport) einzelnes Spiel (3) beim Snooker.

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I
Frame
 
[sprich: Fräim, dt. »Rahmen«], HTML: auf einer Webseite (World Wide Web) ein abgetrennter Bereich, in dem eigene Inhalte oder aber auch fremde Webseiten angezeigt werden. Ein HTML-Frame kann also mit einem Positionsrahmen in der Textverarbeitung (hier auch oft Textfeld genannt) bzw. einem DTP-Frame (s. u.) verglichen werden. Im einfachsten Fall enthält eine Seite zwei Frames: eine sog. Navigationsleiste, in der Links auf die wichtigsten Informationsangebote eines Webauftritts untergebracht sind, sowie ein Frame, in dem der gerade aufgerufene Inhalt dargestellt wird. Wenn durch den Inhalts-Frame geblättert wird, bleibt der Frame mit der Inhaltsleiste unverändert. Auch Werbeeinblendungen, sog. Banner, werden oft in Frames platziert.
 
Technisch gesehen ist ein Frame ein HTML-Element, das innerhalb eines sog. Frameset aufgerufen wird. Das Frameset-Element wiederum ersetzt das Body-Element auf Webseiten, die mithilfe von Frames gestaltet werden. Innerhalb des Frameset-Elements stehen dabei nur Verweise auf die Inhalte, nicht aber die Inhalte der Frames selbst.
II
Frame,
 Computergrafik: ein Einzelbild in einer Animation.
III
Frame
 
(Positionsrahmen), Desktop Publishing: ein Objekt innerhalb eines Dokuments, das entweder Texte oder Bildelemente enthält (DTP). Jede Seite eines Dokuments kann aus einem oder mehreren Rahmen bestehen, wobei Textrahmen miteinander verknüpft werden können (auch über mehrere Seiten hinweg) und damit einen gemeinsamen Textfluss besitzen. Tabellen, Grafiken oder Fotos werden in jeweils eigenen Frames positioniert. In Textverarbeitungsprogrammen haben Frames eine etwas andere Bedeutung, da hier nur die Sonderelemente in eigenen Rahmen geführt werden, der Textkörper dagegen ohne eigenen Frame direkt mit der Seite verknüpft ist (von den Textfeldern einmal abgesehen). Eine charakteristische Eigenschaft aller Rahmen ist, dass man die Möglichkeit hat, sie entweder frei auf der Seite zu verschieben oder aber zu verankern, d. h. relativ zum Text (in der Zeile, über/unter dem Absatz usw.) oder zur Seite an bestimmten Stellen zu platzieren.
IV
Frame,
 Datenübertragung: Datenpaket.
V
Frame,
 Datenträger: Speicherbereich auf einer CD-ROM.
VI
Frame,
 Benutzeroberflächen: seltenes Synonym für Fenster.
VII
Frame
 
[freɪm; englisch »Rahmen«],
 
 1) der und das, Informatik: verschieden gebrauchter Begriff; im Internet z. B. Bezeichnung für einen rechteckigen Abschnitt einer Seite, die von einem Browser im World Wide Web (WWW) angezeigt wird. Frames dienen in der Regel als Inhaltsverzeichnis für HTML-Dokumente auf einer Webseite. Jeder Frame stellt ein eigenes Dokument dar.
 
 2) der, -n/-n und -s, programmierter Unterricht: Lernschritt innerhalb eines Lernprogramms; ein Frame besteht bei linearen Programmen (Skinner-Programmen) jeweils aus einem Lückentext und der entsprechenden Lösung, bei verzweigten Programmen (Crowder-Programmen) aus einer Information, einer Mehrfachwahlaufgabe, der Lösung und einem Hinweis auf den nächsten Frame.
VIII
Frame
 
[freɪm], Janet Paterson, verheiratet Clutha ['kluːθa], neuseeländische Schriftstellerin, * Dunedin 28. 8. 1924. Ihre Erzählprosa erforscht den Raum zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn (1947-51 freiwillige Patientin in Nervenkliniken). Frame betreibt poetische Sprachexperimente, um die Grenzen der Sprache zu erproben; auch Lyrik. Ihre autobiographische Romantrilogie wurde 1990 unter dem Titel »Ein Engel an meiner Tafel« verfilmt.
 
Werke: Romane: Owls do cry (1957; deutsch Wenn Eulen schreien); Faces in the water (1961; deutsch Gesichter im Wasser); The edge of the alphabet (1962; deutsch Am Rande des Alphabets); Scented gardens for the blind (1963); The rainbirds (1968); Living in the Maniototo (1979; deutsch Auf dem Maniototo); The Carpathians (1988).
 
Kurzgeschichten: The lagoon (1951; deutsch Die Lagune).
 
Lyrik: The pocket mirror (1969).
 
Autobiographische Romantrilogie: To the is-land (1982); An angel at my table (1984; beide deutsch unter dem Titel Ein Engel an meiner Tafel); The envoy from Mirror City (1985; deutsch Der Gesandte aus der Spiegelstadt).
 
 
P. D. Evans: J. F. (Boston, Mass., 1977);
 
Bird, hawk, bogie. Essays on J. F., hg. v. J. Delbaere (Århus 1978);
 
The ring of fire. Essays on J. F., hg. v. J. Delbaere (Sydney 1992);
 J. D. Panny: »I have what I gave«. The fiction of J. F. (New York 1993).

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1Frame [fre:m], der; -n [...mən], -n [...mən; engl. frame = Rahmen, Gestell, zu: to frame = verfertigen, zusammenpassen] (Technik): Rahmen, Träger in Eisenbahnfahrzeugen.
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2Frame, der u. das; -s, -s [1Frame]: 1. (Sprachw., EDV) besondere Datenstruktur für die begriffliche Repräsentation von Objekten u. stereotypen Situationen in Modellen künstlicher Intelligenz. 2. (im programmierten Unterricht) Lernschritt innerhalb eines Lernprogrammes. 3. einzelnes ↑Spiel (3) beim Snooker.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Frame — Frame, n. 1. Anything composed of parts fitted and united together; a fabric; a structure; esp., the constructional system, whether of timber or metal, that gives to a building, vessel, etc., its model and strength; the skeleton of a structure.… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Frame — ist in der Hauptbedeutung ein vom englischen Wort frame (dt.: Rahmen, Gestell) stammendes Fremdwort, das in verschiedenen Zusammenhängen verwendet wird: als Abstraktum: den sichtbaren Bildausschnitt eines Films Einzelbilder in Filmen, Animationen …   Deutsch Wikipedia

  • frame — [frām] vt. framed, framing [ME framen < frame, a structure, frame, prob. < ON frami, profit, benefit, akin to frama, to further < fram, forward (akin to OE fram, FROM); some senses < OE framian, to be helpful: see FURNISH] 1. to shape …   English World dictionary

  • Frame — Frame, v. t. [imp. & p. p. {Framed}; p. pr. & vb. n. {Framing}.] [OE. framen, fremen, to execute, build, AS. fremman to further, perform, effect, fr. fram strong, valiant; akin to E. foremost, and prob. to AS. fram from, Icel. fremja, frama, to… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Frame — is generally accepted as being of Scottish origin although this is by no means certain. It is believed to derive from the Olde English pre 7th century word fram a term for a lusty and vigorous man! Today Frame is fairly prevalent on the western… …   Surnames reference

  • frame — ► NOUN 1) a rigid structure surrounding a picture, door, etc. 2) (frames) a metal or plastic structure holding the lenses of a pair of glasses. 3) the rigid supporting structure of a vehicle, piece of furniture, or other object. 4) a person s… …   English terms dictionary

  • frame — vt framed, fram·ing 1: to formulate the contents of and draw up (as a document) in the two hundred years since our Constitution was framed W. J. Brennan, Jr. 2: to contrive the evidence against (as an innocent person) so that a verdict of guilty… …   Law dictionary

  • frame — frame, framing, frame analysis In Frame Analysis (1974), Erving Goffman defines a ‘frame’ as ‘definitions of the situation [that] are built up in accordance with the principles of organization which govern events at least social ones and our… …   Dictionary of sociology

  • Frame — Saltar a navegación, búsqueda Se denomina frame en inglés, a un fotograma o cuadro, una imagen particular dentro de una sucesión de imágenes que componen una animación. La continua sucesión de estos fotogramas producen a la vista la sensación de… …   Wikipedia Español

  • Frame — Frame, v. i. 1. To shape; to arrange, as the organs of speech. [Obs.] Judg. xii. 6. [1913 Webster] 2. To proceed; to go. [Obs.] [1913 Webster] The bauty of this sinful dame Made many princes thither frame. Shak. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • frame-up — frame ups N COUNT A frame up is a situation where someone pretends that an innocent person has committed a crime by deliberately lying or inventing evidence. [INFORMAL] He was innocent and the victim of a frame up …   English dictionary